Es ist Zeit, sich an Ludwig Erhard zu erinnern

München, 12. Juni 2015 – Ludwig Erhards Lehren sind aktueller denn je und es ist wichtig, sie zu verteidigen. Dies ist in einem Satz die Quintessenz aus den Vorträgen von fünf Autoren des Buches „Ludwig Erhard – jetzt“ im Rahmen der Münchner Wirtschaftsgespräche. Wer sich über die von Ludwig Erhard konzipierte „Soziale Marktwirtschaft“ informieren will, erfährt hier seine Ideen aus erster Hand. Die das ganze Buch prägende Autorin Luise Gräfin Schlippenbach war 1948 Pressereferentin bei Ludwig Erhard. Die weiteren Mitwirkenden Günter Ederer, Gottfried Heller, Ulrich Horstmann, Gerald Mann, Stephan Werhahn und Martin Zeil folgen in ihren Beiträgen dieser von ihr vorgezeigten ordnungspolitischen Linie.

Spätere Neuinterpretationen der Sozialen Marktwirtschaft können sich nach Auffassung von Luise Gräfin Schlippenbach nicht auf Ludwig Erhard berufen. Seine ordnungspolitischen Grundsätze waren klar und zeitlos formuliert. Demokratie, Eigenverantwortung, bürgerliche Freiheit und die Sicherung des Wettbewerbs standen für ihn im Fokus. Seine sozialpolitische Sicht war nicht „kaltherzig“. Im Gegenteil: Aufstiegschancen wurden gewährt und genutzt. Die damals noch sozialistische SPD übernahm die marktwirtschaftlichen Vorstellungen Erhards 1959 weitgehend in ihr „Godesberger Programm“.

Das hat die SPD anscheinend heute völlig vergessen und überlässt es – wie CDU/CSU und FDP – vor allem der Linken Sahra Wagenknecht, Erhards „Soziale Marktwirtschaft“ in ihrem Sinne sozialistisch auszulegen.
Bereits mit dem Abtritt Ludwig Erhards von der politischen Bühne 1966 wurde seine Lehre neu interpretiert. Der Staat sollte es wieder richten.

Die zunehmenden und marktwirtschaftlich fehllenkenden Interventionen wurden mit immer mehr Schulden erkauft. Die vermeintlichen Wohltaten beglücken auch die, die diese nicht nötig haben. Die Eigenvorsorge der staatlich betreuten Bürger erlahmt. Sorgen bereitet den Autoren, dass auch in den Eurostaaten die ordnungspolitischen Leitlinien Ludwig Erhards kaum mehr Beachtung finden. So werden Zukunftschancen vor allem für die nächsten Generationen verspielt. Die vernetzte Welt bietet auch für Europa Lösungen, um die Zukunft wieder auf dem festen Fundament freiheitlicher und demokratischer Werte zu gestalten.

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